Köstliche und einfache Rezepte aus Uromas Kochbuch

Oma ist ein Fan von Rezepten und das merkt man einfach daran, dass sie nicht nur seit Jahren Rezepte sammelt, sondern auch eine respektable Kochbuchsammlung besitzt, die auch Bücher ihrer Vorfahren enthält. Obwohl ein wenig zerfleddert, das Schriftbild ein wenig ungewohnt, versprechen die alten Kochbücher schon vorab einen besonderen Gaumenschmaus. Viele köstliche Nachspeisen sind aufgezeichnet, die auch heute noch liebe Gäste beeindrucken werden. Die Gerichte tragen ungewohnte, aber auch lustige Namen, die sich schnell einprägen und schon im Voraus, dass Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Ein "Scheiterhaufen", der sich einfach zubereiten lässt (Menge für 12 Personen)
Zutaten:
Eine Packung Biskuitstangen (Löffelbiskuit, etwa 800 g Packung))
1 Glas Johannisbeer- oder Himbeergelee
1 Flasche Weißwein
12 Eier
150 g feiner Zucker
Die Soße für den "Scheiterhaufen" lässt sich bereits am Vortag vorbereiten. Dazu werden Wein, Eier und Zucker in eine mit kaltem Wasser ausgespülte Kasserolle gegeben und auf dem Herd tüchtig mit dem Schneebesen geschlagen. Wird die Mischung dicklich und pufft kurz auf, bitte sofort von der Herdplatte nehmen und in einer Porzellanschüssel kalt werden lassen. Kurz vor Tisch werden jeweils zwei Biskuitstangen mit Gelee bestrichen, zusammengeklappt und in einer runden Schüssel zu einem "Scheiterhaufen" geschichtet. Zum Schluss gießt man die dicke Creme über die Süßspeise und trägt sie auf.

Nicht nur für den Winter: Ungewöhnliche Schneeballen, die immer gut ankommen
Für die hübschen Schneeballen, auch Königseier genannt, sollen die folgenden Zutaten, die Menge richtet sich nach 5 Personen, verwendet werden.
Zutaten
1 ½ l Milch
70 g feiner Zucker
1 Tl Vanille
6 Eier
70 g Mehl
Milch, Zucker und Vanille werden in einem Topf verrührt und langsam zum Kochen gebracht. In der Zwischenzeit die Eier trennen und die Eiweiße zu festem Schnee schlagen, daraus kleine Ballen formen und in die noch kochende Mich geben. Einen kurzen Moment sieden und dann mit einem Schaumlöffel auf einer Porzellanplatte anrichten. Nun wird die Soße zubereitet: Dazu wird das Mehl in einer Tasse Milch glatt gerührt und in die noch kochende Milch gegeben. Beginnt diese dickflüssig zu werden, nimmt man den Topf vom Herd und gibt der Mischung, die inzwischen glatt gerührten Eigelbe bei und verrührt alles so lange, bis eine dicke Creme entsteht. Diese füllt man in eine Sauciere und stellt sie mit den Schneeballen kühl. Zum Servieren der Süßspeise gibt man die Schneeballen auf die Soße und trägt sie auf.

Für eine gemütlich Kaffeetafel: Bestseller Kuchen schon zu Uromas Zeiten
Schleckermäuler waren die Ahnen allemal, sicher gab es weitaus weniger Süßigkeiten als heute, dennoch wusste man sich auch vor hundert Jahren zu helfen: Der Sonntagskuchen durfte auf keinen Fall fehlen. Die "Schlagrahmtorte" etwa, ist eine Köstlichkeit, die heute noch gerne zum Kaffee gereicht wird. Sie ist einfach herzustellen und wird nicht gebacken.
Zutaten
250 g geriebene Blockschokolade
125 g geriebene Mandeln
125 g blättrige Mandeln
100 g Zitronat
250 g feiner Zucker
5 El voll kochendem Wasser
1 l Schlagsahne
Fruchtgelee aus Erdbeere und Quitte
Zunächst wird der Zucker mit den 5 El kochendem Wasser sirupartig eingekocht. In der Zwischenzeit vermischt man die Schokolade, die Mandeln und das Zitronat in einer Schüssel und gibt den Sirup darüber. Nun wird die Masse gut verrührt und auf eine mit Mandelöl bestrichene kleine Tortenform gestrichen und bis zum nächsten Tag gut gekühlt. Kurz vor dem Servieren wird die Form einen Augenblick ins kochendes Wasser halten, damit sich die Torte leicht stürzen lässt. Nun wird sie auf einer Porzellanplatte angerichtet und dick mit der steif geschlagenen Sahne bestrichen. Besonders appetitlich lässt sich die Köstlichkeit noch zusätzlich verzieren: mit einem Teelöffel sticht man kleine Häufchen Fruchtgelee ab und dekoriert damit die Schlagrahmtorte.